ISML'er erforschen Erfolgsgeheimnis von Pokémon Go

Im Sommer 2016 kam das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go auf den Markt. Seitdem sind Menschenmassen, die mit ihrem Smartphone auf virtuelle Monsterjagd gehen, keine Seltenheit mehr. Warum Millionen von Menschen unterschiedlichen Altersgruppen Pikachu und Co jagen, haben Studierende aus dem B.Sc. Psychology & Management der ISM Hamburg in einem Forschungsprojekt mit Prof. Dr. Ute Rademacher untersucht. Dabei haben sie die Motivationsstrukturen von Pokémon Go-Nutzern analysiert und vier verschiedene „Personas“ der Nutzertypen entwickelt.

Die vier Nutzertypen unterscheiden sich anhand ihrer psychologischen Motivstruktur und ihres Nutzungsverhaltens voneinander. So spielen die „Mitläufer“ Pokémon Go, weil ihr Umfeld es spielt, aus Nostalgiegründen und wegen der Bewegung. „Der Mitläufer erhofft sich mehr Geborgenheit, Freundschaft und Zuwendung“, erklärt ISM-Studentin Leonie Schmielau. „Gleichzeitig hat er Angst davor, ausgeschlossen zu werden, wenn er nicht mehr mitspielt.“ Beim „Alphatier“ ist hingegen die Konkurrenz der größte Antrieb – er misst sich gerne mit seinen Freunden und möchte unbedingt stärker sein. Er hat Versagensängste, wenn seine Leistungen nicht seinen Vorstellungen entsprechen. „Jäger und Sammler“ sind eher entspannte Pokémon Go-Spieler. Für sie zählt das Erfolgsgefühl. Der Nutzertyp „Entertainment-Seeker“ hat aus Neugierde angefangen, Pokémon Go zu spielen. Es geht ihm weniger um das Gewinnen, sondern viel mehr um den Spaßfaktor. Die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts haben die Studierenden in Berlin beim 8. Netzwerktreffen der 1.000 Vordenker zum Thema „Me, Myself and I“ im Google Office vorstellen. „Das Forschungsprojekt war eine tolle Erfahrung im Bereich der Marktforschung“, sagt ISMlerin Elena Koch. „Die Präsentation vor so vielen Firmen und Medienwissenschaftlern war mein persönlicher Höhepunkt. Ich habe tolle Kontakte knüpfen können und sogar ein Unternehmen gefunden, bei dem ich meine Bachelorarbeit schreiben kann.“ Für ihre Analyse haben die Studierenden insgesamt 24 Tiefeninterviews geführt.

 

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