Arbeiten mit Micro- oder Macro-Influencern? Robert Fahle von der Mediengruppe RTL (r.) interessiert zunächst der Mensch hinter dem Profil.

 Wertevermittler oder Werbefiguren? Modeerscheinung oder nachhaltige Marketing-Evolution? Influencer-Marketing ist einer der großen Marketing-Trends der letzten Jahre und sorgt dabei für Diskussionsstoff. Mit dem Influencer Summit widmete sich die ISM Köln dem Thema in all seinen Facetten.

„Die Dagi Bees von heute sind die Britney Spears‘ von morgen. Für sie wird sich immer jemand interessieren“, verkündete Stephan Czaja von der Modelagentur Cocaine Models. Obwohl der Erfolg nur schwer mit klassischem Monitoring nachzuvollziehen ist, stellt für ihn das Influencer-Marketing den idealen Weg dar, um Reichweiten zu generieren und einer Marke Kraft zu verleihen.

Die rund 100 Summit-Teilnehmer erhielten durch die vielseitigen Referenten einen Rundumblick auf das Thema. So stellte Markus Paff von Network Insight einen datenbasierten Influencer Score vor, der mit zugrundeliegenden  Algorithmen eine Einordnung von Influencern erlaubt. Kevin Tewe, der mit seiner HYPE.Media Group erfolgreiche Influencer betreut,  zeigte derweil auf, wie Unternehmen den passenden Influencer für sich entdecken können. Aus Unternehmensperspektive erklärte Robert Fahle, Leiter des Digital Marketings bei der Mediengruppe RTL, die Learnings aus seiner Arbeit mit Influencern. Er setze beispielsweise auf Influencer Relations, also eine nachhaltige Beziehung zu den Influencern, sowie auf die Arbeit mit internen Markenbotschaftern, die ohnehin für das Unternehmen arbeiten.

Zur Podiumsdiskussion stießen ISM-Student und Model Benjamin Schiffer sowie die Bloggerin und Influencerin Caroline Kynast hinzu. Ein besonders wichtiges Thema war dabei die Authentizität. „Ich lehne Produktvorschläge auch ab, wenn sie nicht zu mir passen“, berichtete Kynast. „Was auf meinem Blog steht, bin auch hundertprozentig ich. Alles andere würden meine Leser auch merken.“

Auch nach der Veranstaltung hatten die Teilnehmer beim Get-together noch die Möglichkeit zur Diskussion mit den Referenten und zum Erfahrungsaustausch untereinander.

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