Karl-Uwe Bütof erklärte, welche Rolle die Politik bei der Logistik in NRW spielt.

Wie wäre es, wenn wir dem Paketboten die Haustür auch von unterwegs aufmachen könnten? Wenn wir Verkehrsprobleme im virtuellen Stadtnachbau lösen könnten? Oder Waren durch eine unterirdische Röhre durch die Stadt schicken? „Wir sollten die Einschränkungen der Gegenwart nicht mit in die Zukunft nehmen“, so Dr. Robert Fischer von der Cassini AG. Bei der BVL-Veranstaltung „Smart City Logistik“ an der ISM Köln vermittelte er mit weiteren Experten aus Politik und Wirtschaft eine Vorstellung davon, wie unsere Städte in Zukunft aussehen und funktionieren könnten.

Gerade das steigende Verkehrsaufkommen, der boomende Onlinehandel und der gleichzeitige Wunsch nach Umweltschutz stellen sowohl Kommunen als auch Gewerbetreibende vor eine Herausforderung. „Wir Menschen lieben es, spontan Bedürfnisse zu befriedigen und mit ein paar Klicks Produkte zu kaufen“, sagte Dr. Clemens Beckmann von der Deutsche Post DHL Group. „Aber wir müssen uns auch fragen: Was passiert dann?“ Als Head of Smart Cities & Last Mile Solutions des Logistikunternehmens erklärte er, welche Lösungen den Weg der Ware bis in die Wohnung einfacher machen – von der Routenoptimierung bis zum Zustellroboter.

Eine spannende Lösung für die vorletzte Meile stellte Christian Kühnhold von der Smart City Loop GmbH vor: Auf dem unterirdischen, vollautomatischen Transportweg könnten Waren in innerstädtische Transportzentren geschickt werden, von denen aus die Lieferanten nur noch kurze Wege zurücklegen müssten. Wie die politischen Rahmenbedingungen für die digitale Weiterentwicklung der Städte geschaffen werden können, erklärte den rund 60 Teilnehmern derweil Karl-Uwe Bütof aus dem NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

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