Reisenden ist Madrid ein Synonym für gutes Essen, lebendige Kultur und ein entspanntes Miteinander. Nicht nur deshalb ist es als Ziel vieler ISM-Studenten für ihr Auslandssemester so beliebt. Auch Carl Timmerbeil hat es für vier Monate in die spanische Hauptstadt gezogen.

„In erster Linie wollte ich meine spanischen Sprachkenntnisse erweitern“, erklärt er. Die Stadt selbst war Carl Timmerbeil zu Beginn seiner Reise völlig unbekannt. Nur von seiner Universität hatte er schon einiges gehört. „Die UC3M genießt unter ISM-Studenten einen sehr guten Ruf. Dass sie eine der renommiertesten Universitäten in Spanien ist, wusste ich anfangs allerdings nicht.“

Mit einer gehörigen Portion Vorfreude im Gepäck startete der Student im B.A. International Management Mitte Januar in sein Auslandssemester. Ebenso wie an der ISM wird an der Partnerhochschule in kleinen Vorlesungs- und Übungsgruppen gelernt, sodass der 22-Jährige schnell den Kontakt zu Dozenten und anderen Studenten aufbauen konnte. Der größte Unterschied zwischen der spanischen und der deutschen Mentalität war auch an der Universität unübersehbar. „Stress und Hektik sind in Spanien so gut wie nie vorhanden. Dennoch wird natürlich erwartet, dass man seine Arbeit ordentlich und pünktlich erledigt.“

Abseits der Vorlesungen wartete dann noch die 3,1-Millionen-Einwohner-Stadt darauf, entdeckt zu werden – und die hatte es Carl Timmerbeil angetan: „Für die Freizeit ist die spanische Kultur ein Traum. Es gibt gefühlt mehr als 1.000 Bars und zu jedem Bier bekommt man die obligatorischen Tapas.“ Gerade die Einstellung der Madrilenen zu Essen und Trinken ist ihm im Gedächtnis geblieben. Während der Sonntag in Deutschland gerne bei Kaffee und Kuchen auf der Couch verbracht wird, trifft man sich dort am Nachmittag in Bars oder zum Musizieren und Malen an öffentlichen Plätzen.

Mit vielen Eindrücken kehrte Carl aus Spanien zurück. Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihm sein mexikanischer Mitbewohner. Trotz oder gerade wegen der neun Jahre Altersunterschied und der grundverschiedenen Verhältnisse, aus denen beide stammen, hat der Student aus Köln seinen Erfahrungsschatz erweitern können. „Die Geschichten, die er mir über seine Jugend und sein Studium in Mexiko erzählt hat, werden mich wohl fortlaufend prägen und haben mir verdeutlicht, dass unsere sozialen und ökonomischen Probleme in Deutschland reine Luxussorgen sind.“ Missen möchte er seine Zeit in Madrid nicht und hat noch einen guten Rat für alle Studenten, die ebenfalls in Spanien studieren wollen. „Das Wichtigste ist: laut reden! Sonst geht man in dem – für deutsche Verhältnisse – Geschrei gerne mal unter und wartet ewig, bis man seinen Kaffee bestellen kann.“

 

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