Technikunternehmen gelten als klassische Männerdomäne. Alexandra Muszal hat sich davon nicht beirren lassen. Die 32-Jährige ist nach ihrem MBA-Studium bei EISENMANN zum Head of Finance & Controlling in Shanghai aufgestiegen und leitet heute das Funktionscontrolling im Geschäftsbereich Türsysteme bei Brose Fahrzeugteile.

Das MBA-Studium an der ISM war für Alexandra Muszal ein Karrieresprungbrett. Nach vier Jahren im Beteiligungscontrolling bei EISENMANN in Böblingen wurde sie nach ihrem Abschluss von ihrem Arbeitgeber nach Shanghai entsendet. In der chinesischen Megametropole wurde sie damit beauftragt, das Finanz- und Projektcontrolling aufzubauen, die langfristige Geschäftsplanung zu begleiten und die Geschäftsführung bei der Unternehmenssteuerung zu unterstützen.

Die zwei Jahre in Shanghai, bekannt als Handelszentrum und multikulturelle Weltstadt, haben Alexandra Muszal beeinflusst. „Getrennt von Familie und Freunden zu leben und eine Stelle auszufüllen, die interessant, aber auch fordernd war, hat mich gewiss nachhaltig geprägt. In dieser Zeit habe ich persönlich sehr viel gegeben, damit das Projekt Auslandsentsendung zu einem Erfolg wird – das ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.“ Die erfolgreiche Übergabe eines gut strukturierten und starken Controlling-Teams in Shanghai war Muszal wichtig, bevor sie Anfang 2014 zurück nach Deutschland kehrte.

Denn die nächste berufliche Herausforderung wartete bei Brose Fahrzeugteile im fränkischen Hallstadt nahe Bamberg. Die gebürtige Polin hatte sich wieder einen Global Player der Technikbranche herausgesucht. Brose ist weltweit der fünftgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Mechatronik-Systeme für Fahrzeugtüren und -sitze sowie Elektromotoren. Rund 23.000 Mitarbeiter in 23 Ländern erwirtschaften rund 5 Milliarden Euro Umsatz. „Die größte Herausforderung ist die Komplexitätsreduktion in einem extrem schnell gewachsenen Unternehmen. Neben Schnittstellen zu den Bereichsleitern, Produktcontrollern und dem Zentralcontrolling gilt es über 40 Standorte mit Controllern und kaufmännischen Leitern zu vereinen.“

Was sie beruflich antreibt, ist das Thema Nachhaltigkeit. „Der Preisdruck und das rasante Wachstum der Automobilzulieferer stellen die Branche vor große Herausforderungen“, erklärt Alexandra Muszal. „Meine Aufgabe ist es, Transparenz zu schaffen und die Geschäftsführung mit Handlungsempfehlungen bei der Unternehmenssteuerung zu unterstützen, damit langfristig die Weichen richtig gestellt werden.“ „Das Studium an der ISM gab mir die Möglichkeit, interessante Menschen kennenzulernen und meine Methodenkompetenz weiter auszubauen. Spannend waren auch die Einblicke von Dozenten, die Unternehmen auch durch Krisensituationen manövriert haben.“

 

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