Die Studierenden aus dem Master Modemanagement mit Prof. Dr. Christiane Beyerhaus und Julia Rieth (5.v.l.) und Detlef Stiebich (3.v.l.).

Stiebich & Rieth steht für handgemachte Luxus-Taschen aus feinem Leder made in Germany. Um mehr über die Herstellung der Taschen und der Vertriebspolitik des Labels zu erfahren, haben die Studierenden aus dem M.A. Luxury, Fashion & Sales Management im Rahmen ihrer Vorlesung „Brand Identity & Brand Value“ gemeinsam mit Prof. Dr. Christiane Beyerhaus dem Hamburger Designer-Duo in ihrem Atelier einen Besuch abgestattet.

Die Taschen von Stiebich & Rieth sind zeitlos und modern und von höchster Handwerkskunst. Statt am Computerbildschirm entstehen die Prototypen im Atelier, bei der Herstellung setzt das junge Label auf eine komplizierte Technik, den Sattlerstich. „Uns wurden Schnittmuster, Material und Modelle gezeigt und genau erklärt, wie und wo die Taschen Schritt für Schritt entstehen“, erzählt ISM-Studentin Sharon Gröbe. „Danach haben wir den Showroom angeschaut und einen Blick auf die neusten Modelle werfen dürfen.“

Mit ihren bis zu 2.500 Euro teuren Handtaschen spielt Stiebich & Rieth in einer Liga mit großen Marken. Doch das Hamburger Label steht für diskreten Luxus statt Protzerei. Es soll nicht um die Marke gehen, sondern um zeitloses Design. „In einer Fragerunde haben wir über verschiedene Aspekte im Vertrieb und Marketing gesprochen“, so Gröbe. „Es war spannend zu hören, wie viele Hürden man auf sich nehmen muss, um sich in der Branche einen Namen zu machen.“ Denn so brachte beispielsweise das Verkaufsargument „Handarbeit“ dem Duo im Vertrieb keinen wirklichen Vorteil, da viele Einkäufer mit diesem Begriff Taschen aus dem Kunstgewerbe assoziieren. Erst die Möglichkeit, die Produkte bei der Pariser Fashion Week durch ein deutsches Modelabel zu präsentieren, verschaffte den Hamburger Designern den Durchbruch.