Beim Thema Digitalisierung herrscht Unsicherheit in der Bevölkerung.

Die Digitalisierung ist in aller Munde, aber was macht sie in unseren Köpfen? Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut EARSandEYES hat die ISM die Studie „Digital Insights“ durchgeführt, um die Erwartungen und Sorgen der Bevölkerung in Bezug auf die Digitalisierung zu ergründen.

Die Studie belegt gemischte Gefühle zu den digitalen Umbrüchen. So hat beispielsweise jeder Zehnte Angst, durch die Digitalisierung seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Gleichzeitig ist aber die Mehrheit der Meinung, dass ohne die digitale Weiterentwicklung ein wirtschaftlicher Aufschwung undenkbar sei. Auffällig ist auch das fehlende Vertrauen der Befragten in die Politik: Nur ein Fünftel glaubt, dass die aktuelle Regierung die Digitalisierung meistern wird, und nur ein Zehntel hat Vertrauen in die für die Digitalisierung verantwortlichen Politiker.

„Die Menschen gehen unterschiedlich mit den Herausforderungen der Digitalisierung um; sie reagieren teils mit Ängsten, teils mit Hoffnungen – ganz gleich, ob diese begründet oder unbegründet sind“, erklärt ISM-Professorin Dr. Meike Terstiege. „Unsere Studie beleuchtet genau diese rationalen und zugleich zutiefst emotionalen – und teilweise sogar irrationalen – Erwartungen gegenüber den Auswirkungen der Digitalisierung.“

Auch privat zeigt sich die zwiegespaltene Einstellung der Bevölkerung: Über die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass die Digitalisierung das Leben einfacher machen wird. Drei Viertel denken, dass sie den Zugang zu Wissen und Bildung erleichtere. Auf der anderen Seite meint jeder Zweite, die Digitalisierung führe zu einer Anonymisierung der Gesellschaft oder gar einer vollständigen Überwachung.