ISM-Studentin untersucht, wann sich Immobilien mit Mischnutzung rechnen

09.07.2020. Während in vielen deutschen Städten in die Höhe gebaut wird, bleiben Hochhäuser in München die Ausnahme. Dabei könnten sogenannte „Hybride Immobilien“, die Wohnen sowie Büro-, Hotel- oder Einzelhandel unter einem Dach vereinen, zu attraktiven Projekten besonders in hochpreisigen Märkten werden. Zu dieser Einschätzung kommt jedenfalls Vanessa Piller. Für ihre Master-Arbeit wurde die Münchenerin, die ihren Abschluss an der International School of Management gemacht hat, mit dem Münchener Hochschulpreis ausgezeichnet. .

Lohnen sich die Hybriden überhaupt? Das wollte Vanessa Piller am Ende ihres Immobilienmanagement-Studiums an der ISM München genauer wissen und hat sich deshalb intensiv mit den wirtschaftlichen Fragestellungen beschäftigt, die mit hybriden Immobilien verbunden sind. Schließlich sind Hochhäuser mit gemischter Nutzung in Deutschland relativ neu und Kennzahlen liegen kaum vor. „Hochhäuser stehen in einem schlechten Ruf, dabei stellen gerade multifunktionale Gebäude den Menschen in den Mittelpunkt der städtischen Entwicklung. Schließlich wollen viele Menschen kurze Wege zwischen Arbeit und zuhause und schätzen es in belebten Vierteln zu wohnen. Diese Ausgangslage finde ich spannend“, erzählt Vanessa Piller.

Was den Bau von hybriden Immobilien komplexer macht, sind die höheren Kosten bei der Entstehung. „Die Entwicklung und Errichtung einer hybriden Immobilie ist mit Mehraufwand verbunden, dessen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen für den Investor aber auch für den Endnutzer bisher kaum erforscht sind. Auf der anderen Seite steht dagegen ein verbessertes Chancen-Risiko-Profil, das sich aus dem lokalen Immobilien-Portfolio-Mix ergibt“, erklärt ISM-Hochschullehrer Prof. Dr. Werner Pauen. Er ist Studiengangsleiter des Master-Programms Real Estate Management und hat die Abschlussarbeit betreut.

Welche Arten der Nutzung den perfekten Mix hybrider Immobilien ausmachen und wie Nutzungskonzepte aussehen können, hat Vanessa Piller erarbeitet. Dafür wurde die 26-Jährige vom Referat für Arbeit und Wirtschaft mit dem Hochschulpreis ausgezeichnet. „Ich bin in München geboren, lebe und arbeite hier. Bis hybride Immobilien unser Stadtbild prägen, wird es noch dauern und viel Überzeugungsarbeit brauchen. Auch ich sehe hier viel Potenzial. Und vielleicht kann ich mit meiner Arbeit ein paar Impulse setzen wie sich meine Heimatstadt weiterentwickeln wird.“