Wirtschaftlich gibt es aktuelle viele Baustellen in Europa: Was wird aus der EU nach dem Brexit, wie gut ist Deutschland in Sachen Wettbewerbsfähigkeit gerüstet und welchen Kurs schlägt die neue Bundesregierung ein? Über diese und viele weitere Fragen diskutierten Wirtschaftsexperten beim Forum Konjunktur- und Wirtschaftspolitik in Dortmund.

Zu Gast war neben Dr. Dirk Schlotböller, Leiter des Referats „Grundsatzfragen der Wettbewerbsfähigkeit, Innovations- und Technologiepolitik“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der sich mit den Herausforderungen einer möglichen Jamaika-Koalition in Deutschland beschäftigte.

In seinem Vortrag „Zukunft gestalten“ führte Dr. Dierk Hirschel, Chefökonom von Verdi, die Zuhörer durch die Geldpolitik der EZB und die Herausforderungen der Euro-Krise. „Ohne Niedrigzinsen und Aufkaufprogramme hätten wir eine Deflation und Rezession“, erläuterte er. „Ein Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik ist nur möglich, wenn die Krisenländer wieder wachsen.“ Ob und wie Staatsschulden in Zukunft abgebaut werden war nur ein Thema der anschließenden Diskussionsrunde, durch die Moderator Dr. Martin Kessler, leitender Redakteur Politik der Rheinischen Post, führte. Deutschland und die EU, das wurde deutlich, haben noch einige Hürden zu bewältigen.