Prozesse ändern, Mitarbeiter mitnehmen: Prof. Dr. Niko Mohr von McKinsey (r.) sprach über den grundlegenden Wandel, den die Digitalisierung mit sich bringt.

Rund ein Viertel aller Wirtschaftsstudenten zieht es nach dem Abschluss in die Unternehmensberatung. Durch die Digitalisierung wird die Branche noch spannender, aber auch anspruchsvoller. Gemeinsam mit der IHK Köln lud die ISM zum Summit „Digitale Unternehmensberatung“ am Campus Köln ein. Dabei teilten Experten aus der Beratung ihre Erfahrungen und gaben Impulse für einen effektiven Einsatz von digitalen Möglichkeiten.

„Consulting Business ist People Business und das ist auch mit der Digitalisierung noch so“, hielt Thomas Oschlisniok von KPMG in seiner Keynote fest. „Wir können unsere Arbeit mit neuen Werkzeugen und Prozessen effektiver gestalten, aber die menschliche Interaktion zwischen uns und den Kunden oder unter den Mitarbeitern wird sogar wichtiger.“ Nur durch Kommunikation, Transparenz und Empathie könnten digitale Technologien auch gewinnbringend in Unternehmen angewandt werden.

Einige dieser Umsetzungen stellte Prof. Dr. Niko Mohr, Partner bei McKinsey, in der zweiten Keynote des Abends vor. Dabei hob er besonders hervor, wie der digitale Wandel nicht nur technologische Neuerungen mit sich bringt, sondern auch ein Umdenken für Unternehmensorganisation und Geschäftsmodelle erfordert. Unternehmen müssen ihre Prozesse anpassen, um mit der Innovationsgeschwindigkeit Schritt halten zu können. Gleichzeitig kann sich die eigene Geschäftsidee auf Branchen ausweiten, die ursprünglich nicht bedacht waren.

Gemeinsam mit den Referenten von den Expense Reduction Analysts, scopevisio und Kottmann sowie weiteren Experten von Accenture und KPMG diskutierten die Summit-Teilnehmer in der abschließenden Podiumsdiskussion über wachsende Ansprüche an die Beratung und die nötige Qualifikation für künftige Berater. „Man muss kein Entwickler sein, um an der Digitalisierung teilzuhaben. Wichtig ist, auf Lösungen zu kommen, auf die sonst keiner kommt“, sagte Markus Spiller (Accenture) und appellierte an die Studierenden: „Gehen Sie raus und experimentieren Sie!“

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