Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Angeregt durch die Herausforderungen des demographischen Wandels startete im März 2017 das +SeniorDesignLab-Projekt, an dem auch die ISM beteiligt ist. Das Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines designgetriebenen Innovations- und Geschäftsmodells, das den Herausforderungen des demografischen Wandels entgegentritt. Im +SeniorDesignLab entwickeln Senioren und Designer gemeinsam konkrete Produktideen, die die Selbstständigkeit fördern und den Alltag erleichtern.

„Obwohl die Zielgruppe +55 ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist, wurde sie bislang in Forschungsprojekte stark vernachlässigt. Folglich liegen nur wenige Erkenntnisse über ihre Wünsche, Motive, Bedürfnisse oder Einstellungen vor“, erklärt Prof. Dr. Stefan Diestel, Departmentleiter Business Psychology & HR an der ISM. „Unser Ziel ist es, diese bedeutsame Zielgruppe besser zu verstehen sowie ihren Alltag zu unterstützen und zu bereichern, indem z.B. Bedürfnisse identifiziert in seniorengerechte Produkte überführt werden.“

Im Mittelpunkt des Projekts steht deshalb das Thema „Mensch und Technik“. Für bessere Produkte im Alltag von Senioren sollen im Rahmen von Workshops Ideen generiert und umgesetzt werden. Eine digitale Werkstatt, die DEZENTRALE in Dortmund, ermöglicht die Umsetzung durch den Zugang zu Produktionsmitteln wie 3D-Drucker, Lasercutter oder 3D-Scanner.

Ferner will die ISM einen Beitrag zur Kreativitätsforschung sowie Gerontologie leisten. „Wie wirkt sich die Teilnahme am +SeniorDesignLab auf die Kreativität, Achtsamkeit oder das Flow-Erleben von Senioren aus? Werden altersbezogene Unterschiede durch das Mitarbeiten am +SDL deutlich? Fragen wie diese wollen wir ebenfalls im Rahmen dieses Projekts beantworten“, sagt Stefan Diestel.