ISM-Experte bekommt internationale Anerkennung für sein Newsroom-Modell

Digitalisierung ist das aktuelle Megathema in den Unternehmen. ISM-Professor Christoph Moss hat dazu das passende Newsroom-Modell entwickelt und in zahlreichen Firmen umgesetzt.



Siemens, Datev sowie Banken, Versicherungen und Energieversorger – sie alle haben sich von dem Dortmunder Hochschullehrer beraten lassen. Beim Österreichischen Kommunikationstag am 27. April wird Christoph Moss das Modell nun in Wien präsentieren. „Wir wollen zeigen, wie wichtig Themenmanagement für die Digitalisierung ist“, sagt er. „Unternehmen müssen ihre Kommunikation an Themen ausrichten und nicht mehr an klassischen Kanälen.“

Der Kommunikationstag ist Österreichs größter Kongress für strategische PR. Christoph Moss wird hier die Eröffnungsrede halten. Der frühere Handelsblatt-Redakteur begleitet das Thema seit Jahren in Theorie und Praxis. Er unterrichtet Kommunikation und Marketing an der International School of Management. Vor 20 Jahren hat er seine Doktorarbeit an der TU Dortmund zur Effizienz redaktioneller Strukturen geschrieben. Als Deskchef hat er später den Handelsblatt-Newsroom mitentwickelt und selbst jahrelang dort gearbeitet. Mit seiner Beratungsfirma mediamoss setzt er die Projekte heute in die Praxis um.

„Wir wollen Mauern einreißen, Themen steuern und transparente Strukturen schaffen“, sagt Moss. „Moderne Unternehmen arbeiten crossmedial. Sie bedienen eine Vielzahl von Kanälen für eine Vielzahl von Zielgruppen aus einer zentralen Steuerungseinheit heraus. Das nennen wir Newsroom.“ Im Kern geht es dem Marketing-Experten darum, Themen und Kanäle zu trennen. „Wir wollen die alten Silos aufbrechen. Offenheit und Transparenz statt steriler Einzelbüros.“

Die Einführung des Newsrooms bei Siemens war bisher eines der größten Projekte seiner Art in der Unternehmenskommunikation. „Spätestens der Siegeszug der Sozialen Medien hat Unternehmen schlagartig vor Augen geführt, dass sie ihre Kanäle anders steuern müssen als bisher“, sagt Moss. Journalisten und Kunden, Fans und Aktionäre eint das Interesse am Produkt oder am Unternehmen. Dies hat etwa Porsche dazu bewegt, einen virtuellen Newsroom einzuführen. „Unternehmen müssen den Medienwandel bewältigen. Wer das nicht schafft, wird abgehängt.“





Christoph Moss präsentiert sein Newsroom-Modell beim Österreichischen Kommunikationstag.



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