Exotisch und faszinierend: Doppelabschluss in Fernost

Kleinwallstadt – nur ein paar Tausend Einwohner leben in dem Örtchen, das Maximilian Giegerich seine Heimat nennt. Auslandspraktikum und -semester führten ihn bereits nach Spanien und in die USA. In seinem Master-Studium wagt der 24-Jährige den nächsten Schritt: Er absolviert seinen Doppelabschluss in Shanghai, einer der größten Städte der Welt.



Gut 24 Millionen Menschen tummeln sich im Großraum der Metropole, die als Wirtschafts- und Handelszentrum Chinas gilt. Die hervorragenden wirtschaftlichen Perspektiven waren ein Grund für Maximilian Giegerich, sich für einen Doppelabschluss in Fernost zu entscheiden. „Schon während meines Bachelor-Studiums an der ISM habe ich den Wahlkurs Chinesisch belegt. Freunde, die bereits in China waren, haben mir einen Aufenthalt dort wärmstens empfohlen“, erzählt er. Die Möglichkeit, einmal die eigenen Grenzen auszutesten, die exotischen Kultur und die Option, zwei Master-Abschlüsse in zwei Jahren zu erlangen, haben ihn schließlich an die East China University of Science and Technology (ECUST) geführt.

Hier studiert er an einem Campus, der eine kleine Stadt für sich ist: mit Supermarkt, Friseur, Optiker und jeder Menge Sportanlagen. Den Kontakt zu seinen Dozenten hält Maximilian Giegerich per WeChat, dem chinesischen WhatsApp. Auch wichtige Dokumente werden über den Nachrichtendienst verschickt. Ohnehin gibt es fast nichts, was es in Shanghai nicht gibt. Selbst an den Straßenkiosken kann mit dem Handy bezahlt werden, die Lieferdienste bringen das Essen theoretisch bis ans Bett. Auch skurrile Begegnungen gab es: „Ich stand in einem Aufzug, als sich die Türen geöffnet haben und ein Chinese mit seinem Elektroroller hineingefahren kam. Hier muss man nicht nur Acht geben, beim Überqueren der Straße nicht überfahren zu werden, sondern auch im Aufzug.“

Auch abseits der Uni hat Shanghai natürlich einiges zu bieten. Als Sportfan war der Besuch beim Shanghai Rolex Master Tennisturnier ein absoluter Höhepunkt für Maximilian Giegerich. Ein weiterer war der Besuch der Chinesischen Mauer bei einem Ausflug nach Peking. „Beeindruckt hat mich auch die Größe mancher Metro-Stationen“, sagt der Student des M.Sc. International Management. „Teilweise war ich beim Umsteigen länger unterwegs, als wenn ich in meiner Heimatgemeinde vom Ortsanfang bis zum -ende laufe.“ Maximilian Giegerich wird noch einige Monate in Shanghai verbringen, bis er sein Doppelabschluss abgeschlossen hat. Schon jetzt weiß er: „Meine Zeit hier hat dazu geführt, dass ich selbstständiger geworden bin. Ich habe über mich gelernt, dass es mir problemlos möglich ist, in einer völlig fremden Kultur zu leben.“



ISM-Student Maximilian Giegerich auf der Chinesischen Mauer



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