International Transport & Logistics - Master of Science

Karrierechancen in der Transport- und Logistikbranche


Exzellente Perspektiven: Logistikbranche sucht Akademiker

Gute Karrierechancen, internationale Arbeitsfelder und sehr gute Gehälter: Die Transport- und Logistikbranche bietet Hochschulabsolventen alles, was das berufliche Herz begehrt. Durch den Boom des Sektors in den letzten Jahren – und trotz eines Zwischentiefs im Krisenjahr 2009 – werden in kaum einem anderen Bereich so viele Fach- und Führungskräfte gesucht. Studien zeigen, dass insbesondere die Chancen für Akademiker und künftige Absolventen gut stehen. Denn der Branchenbedarf an Hochschul-Absolventen mit spezifischer Logistikausbildung wird aktuell nur zu gut einem Zehntel gedeckt.

Herausforderungen wie global vernetzte Wertschöpfungsketten, umweltverträgliche Mobilität und internationale Arbeitsteilung erfordern es, die Managementkompetenzen in der Logistik zu erhöhen. Früher war der Akademikeranteil hier traditionell sehr gering. Mittlerweile legen Unternehmen jedoch großen Wert darauf, Managementpositionen mit Absolventen eines entsprechenden Studiengangs zu besetzen. „Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass die Branche im Management-Bereich zunehmend gut ausgebildete Experten mit hervorragender Industriekompetenz, strategischem Know-how und interkultureller Expertise benötigt“, erklärt Prof. Dr. Ingo Böckenholt, ehemaliger Geschäftsführer des Logistik-Dienstleisters Dachser und Dekan sowie Geschäftsführer der ISM. „Genau diese Qualifikationen werden in einem Logistikstudium idealerweise vermittelt.“

Prof. Dr. Dirk Rompf

Prof. Dr. Dirk Rompf

ist Leiter des ISM-Studiengangs International Transport & Logistics. Darüber hinaus ist er Director im Bereich Travel & Transportation bei Oliver Wyman Consulting und war zuvor Bereichsleiter für die Geschäftsentwicklung der Division Personenverkehr der Deutschen Bahn AG.

Logistik-Experten werden gesucht

Der Bedarf an Akademikern mit Logistik-Ausbildung ist in der Branche dementsprechend hoch. Nach Studien der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und des Instituts für Technologie und Management der TU Berlin sind jährlich zwischen 12.000 bis 14.000 Stellen an Hochschulabsolventen zu vergeben – zumindest theoretisch. Denn die Unternehmen haben ein großes Problem: In der akademischen Praxis schließen jedes Jahr gerade einmal 1.300 Studierende ein spezifisches Logistik-Studium ab. Damit deckt das Absolventen-Angebot den Bedarf der Unternehmen lediglich zu ca. 10 Prozent.

Gehälter steigen überdurchschnittlich an

Die Perspektiven der Transport- und Logistikbranche sind dabei für die Absolventen äußerst reizvoll: Den zukünftigen Logistik-Managern winken neben attraktiven Positionen auch ansehnliche Einstiegsgehälter – das gilt gerade für Master-Absolventen. Laut der Vergütungsstudie 2009 für die Logistik der Beratungsunternehmen PersonalMarkt und Baumgartner & Partner steigen diese mit durchschnittlich rund 40.500 EUR in den Logistikbereich ein, abhängig von Branche und Unternehmensgröße. Bachelor-Absolventen starten immerhin mit etwa 36.400 EUR im Jahr. Im Vergleich zu anderen Branchen erhöhte sich das Vergütungsniveau dabei in den letzten Jahren überproportional. So stiegen die Gehälter von Führungskräften der Branche um rund 10 Prozent, Fachkräfte verdienten im Durchschnitt rund 5,5 Prozent mehr. Andere Branchen können hier nicht mithalten: Im IT-Sektor beispielsweise stiegen die Gehälter nur um 7,5 (Führungskräfte) bzw. 1,1 Prozent (Fachkräfte).

Internationales Know-how gefragt

Interessant für Absolventen ist neben dem finanziellen Aspekt auch die starke internationale Ausrichtung der Branche. Oftmals gilt es, weltweite Projekte zu koordinieren und internationale Teams mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu führen. Entsprechend werden Logistikexperten nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gesucht: Im Ländervergleich zeigt sich nach Angaben einer Studie des Bundesverbands Deutscher Logistiker auch in China und in den USA eine steigende Nachfrage nach qualifizierten Logistikern. So sehen aktuell 43 Prozent der chinesischen Unternehmen einen hohen Bedarf – für 2015 erwarten dies bereits 71 Prozent. Klar im Vorteil sind darum diejenigen Absolventen, die neben Management-Wissen auch mit interkulturellem Know-how punkten können. Durch zunehmende globale Handelsvolumina mit vernetzten Märkten und weltweiten Lieferketten gewinnen die Expertise der Führungskräfte in unterschiedlichen Kulturkreisen ebenso wie Kenntnisse internationaler Märkte und Rahmenbedingungen an Bedeutung. Nicht zuletzt sind interkulturelle Kommunikationsfähigkeit sowie Führungs- und Verhandlungsgeschick fundamental für den unternehmerischen Erfolg in der Transport- und Logistikindustrie.

Studiengänge benötigen Praxisbezug

Was die Branche mehr und mehr braucht, sind Absolventen, die genau diese Qualifikationen mitbringen. Um dieses Dilemma zu lösen, sind zum einen eine deutliche Ausweitung des Studienplatzangebots innerhalb bestehender Studiengänge und zum anderen die Entwicklung neuer Studiengänge im Transportbereich erforderlich. Bislang existieren nur etwa 50 Studiengänge im Bereich Transport und Logistik an deutschen Hochschulen, wobei ungefähr die Hälfte davon das Studium als weiterführenden Studiengang anbietet. Dies reicht bei weitem nicht aus, um die Nachfrage der Logistikunternehmen zu decken.

Bei der Entwicklung neuer Studiengänge sollten die Studieninhalte eng an den Branchenbedürfnissen ausgerichtet werden. „Die Orientierung an der Praxis sollte bei neuen Transport- und Logistikstudiengängen das oberste Gebot sein“, erklärt Prof. Dr. Dirk Rompf, Director im Bereich Travel & Transportation bei Oliver Wyman Consulting und Leiter des neuen Studiengangs M.Sc. International Transport & Logistics an der ISM. „In der Ausbildung gilt es, verstärkt praktische Grundlagen wie das Planen, Steuern und Durchführen von Transporten durch optimale Verknüpfung von Verkehrsflüssen in den Knotenpunkten zu vermitteln – denn hier liegt die Basis für die effiziente Beförderung von Waren und Personen.“ Daneben sollten laut Rompf Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten entwickelt werden, die sich der Ökonomie der Transportwirtschaft widmen und einen Fokus auf die internationalen Verflechtungen der Branche setzen. Gerade solche Qualifikationen werden in der Transportwirtschaft dringend benötigt.

Neuer Master-Studiengang International Transport & Logistics an der ISM

Um die Lücke zwischen dem Bedarf an praxisnah ausgebildeten Logistik-Experten und dem Absolventen-Angebot zu verringern, bietet die International School of Management (ISM) den neuen Master-Studiengang International Transport & Logistics am Frankfurter Campus an. Dabei setzt der Studiengang einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Management- und Methodenkompetenzen der Verkehrslogistik. Der Lehrplan ist darauf ausgerichtet, das Zusammenwirken der funktionalen Bereiche des Transportwesens inklusive der Querschnitts- und Servicefunktionen zu erklären und die für den Geschäftserfolg wichtigen Stellhebel und Instrumente der einzelnen Wertschöpfungsstufen zu vermitteln. Die Vertiefung in einem Industriesegment ist im Rahmen von Wahlpflichtangeboten vorgesehen. Darüber hinaus verbringen die Studierenden ein Semester an einer der weltweiten Partneruniversitäten der ISM. Hier erweitern sie ihre fachlichen Fähigkeiten mit Bezug zur gewählten Wirtschaftsregion und stärken ihre interkulturellen Kompetenzen. Dass die Hochschule mit diesem Konzept den richtigen Weg geht, zeigt unter anderem die sehr gute Resonanz wichtiger Branchenunternehmen.

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