Praktikum auf der arabischen Halbinsel

Ein Semester in Dubai

Ein Semester in Dubai – für mich die ideale Möglichkeit um festzustellen, ob ich zukünftig auf der arabischen Halbinsel arbeiten möchte. Dabei galt mein Interesse insbesondere dem nie enden wollenden Sommer und dem Burj Al Arab.

Zahlreiche Berichte über die Hotelgruppe Jumeirah, zu der das luxuriöseste Hotel der Welt gehört, hatten mich neugierig gemacht. Die Möglichkeit an der englischsprachigen Emirates Academy zu studieren, überzeugte mich dann mein Auslandssemester in Dubai zu verbringen. Ich ging an eine Partnerhochschule der ISM, die durch die Zusammenarbeit mit der Ecole hoteliére de Lausanne weltweit ein einzigartiges Ansehen unter den Tourismus und Hotel Management Hochschulen genießt. Da sie zudem Teil der Jumeirah Group ist, erleichtert ihr Besuch den Einstieg in die Hotelbranche. Mit den Kursen Rooms Divisions Management und Service Operations bot mir die Emirates Academy die Möglichkeit, mein touristisches Fachwissen weiter zu vertiefen und dies unter perfekten Rahmenbedingungen. Ich war erstaunt wie sehr mich der traumhafte Blick aus der Bibliothek auf das Burj Al Arab beim Lernen motivierte. Und dann wurde auch noch ein Traum für mich wahr: Die enge Verbindung von Theorie und Praxis eröffnete mir die Möglichkeit, als Praktikant im Burj Al Arab im Rooms Devision Department zu arbeiten.

Und so lernte ich sowohl das Telecommunication-, Butlers- und Housekeeping Department als auch die Suite Reservation, Guest Serve und Concierge kennen. Ein besonderes Highlight war der Bereich Transportation, der den berühmten Abholservice mit Rolls Royce, Mercedes, BMW oder Hubschrauber anbietet. Ähnlich luxuriös wie die Fahrzeuge ist die Einrichtung der Suiten – einige verfügen sogar über einen Billardtisch oder einen Fernseher, der aus der Decke fährt. Ich habe in einem Einzimmerapartment auf dem Uni-Campus gewohnt, wo Studierende aus rund 50 Nationen für eine sehr internationale Atmosphäre sorgten. Und obwohl es auf dem Campus getrennte Blöcke für Frauen- und Männer gab, vermischt sich das hin und wieder gerne.

Florian Gasser

Florian Gasser




Neben Studium und Praktikum erkundete ich Dubai: Eine sehr vielfältige, interessante und von Gegensätzen geprägte Stadt. Gleichzeitig zeigt Dubai vergleichsweise wenig arabischen Charme. Anders sieht dies im Oman aus, wo mir tagsüber überhaupt keine Frauen begegneten. Umso präsenter waren sie abends als sie in ihren Obayas (Schleier) shoppen gingen. Hin und wieder lebt aber auch in Dubai die arabische Kultur auf. So ist es auch hier im Fastenmonat Ramadan untersagt tagsüber zu essen, zu trinken, zu rauchen und Kaugummi zu kauen. Dafür laden die Araber abends zum Essen ein. In extra aufgestellten Zelten gibt es dann riesige Buffets. Wer Wasserpfeife rauchen möchte, kommt um den Besuch einer Shisha Bar nicht herum. Insgesamt war es eine tolle erlebnisreiche Zeit. Die Lebensweise und die vielfältige Landschaft der Emirate hat mich sehr beeindruckt und ich bin sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch war.

Florian Gasser

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